27.02.18

Fünf verschiedene Jugendgruppen wie zum Beispiel die Nacht der Jugend, Gib Hass keine Chance und die Bremer Jugendbeiräte haben sich mit dem Bundespräsidenten zusammengesetzt und diskutiert.

Es ging um die Frage „U20 und politisch aktiv – echt normal oder total exotisch?“

Die gesamte Diskussion könnt Ihr euch nochmal unter https://vimeo.com/257701327 anschauen.

Es war sehr interessant und hat Spaß gemacht. Danke an alle Jugendlichen,die mitgemacht haben!

(AW)

Und hier ist die offizielle Pressemitteilung der Bürgerschaft:

Bundespräsident macht Jugendlichen Mut: Einmischen lohnt sich!

Jugendliche aus Bremen und Bremerhaven haben in einem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den teilweise eklatanten Mangel an politischer Bildung in den Schulen beklagt. Im Plenarsaal der Bremischen Bürgerschaft betonten mehrere Schülerinnen und Schüler, dass sie sich allein gelassen fühlten, wenn sie sich für Demokratie und Teilhabe interessierten. Das betreffe vor allem den Unterricht, aber auch die schulische Praxis. „Dabei ist Demokratie das Wichtigste für mich", führte eine Schülerin an. Ein Teilnehmer meinte gar unter dem Beifall der anderen: „Jede Klasse ist eine kleine Diktatur – heute noch.“ Lehranstalten seien zu undemokratisch organisiert. „Wir werden ein bisschen klein gehalten“, bemängelte ein Schüler und machte dafür die etablierte Politik und die Medien verantwortlich. Diese blockierten das Zeigen von jugendlichen Gesichtern in der politischen Öffentlichkeit.

Der Bundespräsident erwiderte vor 83 Jugendlichen, die auf den Abgeordnetenstühlen Platz genommen hatten,  dass er und seine Frau Elke Büdenbender es als ihr Alltagsgeschäft betrachteten, vor allem mit Jugendlichen den Kontakt zu suchen und zu pflegen. „Ich frage mich immer, wie wir Älteren im Zeitalter von Social Media den Zugang zu Euch finden.“ Es sei wichtig, das Gespräch so zu organisieren, dass man sich noch gegenseitig verstehe. Frank-Walter Steinmeier bestärkte die Schülerinnen und Schüler in ihrem gesellschaftlichen Engagement: „Politik beginnt nicht im Landtag oder im Bundestag, sondern da, wo man anfängt, sich um das eigene Umfeld zu kümmern.“ Machen statt meckern – dieses Motto, das die jungen Leute von sich aus in die Diskussion eingebracht hatten, sei nicht antiquiert, sondern aktuell. „Es lohnt, sich zu Wort zu melden und sich einzumischen; wir können Euch nur Mut machen“, appellierten beide, der Bundespräsident und Elke Büdenbender.

 

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Gruppenfoto (Quelle:Bremische Bürgerschaft, Jan Radtke)
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Die Jugendlichen unterhalten sich mit dem Bundespräsidenten (Quelle:Bremische Bürgerschaft, Jan Radtke)