Jugendbeteiligung in der Buchte

Partizipation macht stark!

Selbstorganisiert im Jugendhaus
Das Jugendhaus Buchtewird von derNaturfreundejugend (Nfj) Deutschland betrieben. Es steht allen jungen Menschen aus Bremen offen. Jugendgruppen und Initiativen können das Haus für ihre Aktivitäten nutzen. Selbstorganisation und Beteiligung bestimmen die Arbeit und die Strukturen des Hauses seit über 30 Jahren. Jugendliche und Ehrenamtliche sind festgeschriebener Bestandteil der 'Ortsleitung', dem Vorstand des Hauses. Zum 'Aktivenrat' treffen sich regelmäßig alle jugendlichen NutzerInnen der Buchte, ob Mitglied oder nicht.
In Ortsleitung und Aktivenrat wird über Personal und Budget, Programmplanungen und mehr entschieden. Zudem bleibt auch in den einzelnen Projekten viel Platz zur Einmischung.

Wir haben den Schlüssel
Durch Selbstöffnung des Hauses mit einem eigenen Schlüssel haben Jugendliche die Möglichkeit, die Buchte selbstverantwortlich und unabhängig von Öffnungszeiten zu nutzen. Da diese Nutzung eine allgemeingültige Basis braucht (sowohl aus rechtlicher Sicht, wie auch als bestmögliche Absicherung für die Jugendlichen), existiert ein Schlüsselvertrag, der regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird. Einen Schlüssel kann nur bekommen, wer mindestens 16 Jahre alt ist und die hauseigene JugendleiterInnenausbildung (Juleica-Ausbildung) bestanden hat.
Die Juleica-Ausbildung ist fester Bestandteil der Bildungsarbeit der Nfj und legt den Schwerpunkt auf die Selbstorganisation. Die TeilnehmerInnen lernen, ihre Ideen in Projekten umzusetzen. Regelmäßig führt die Buchte die Juleica mit Jugendlichen aus Tenever durch. Außerdem bildet sie Ehrenamtliche aus Spielhäusern von KiTa Bremen aus und entwickelte eine spezielle Schuleica für SchülerInnen ab der 8. Klasse.
 
Partizipation ist unbequem
Durch Ausbildung und Beteiligung in der Buchte erreicht die Nfj nicht nur eine bestmögliche Demokratisierung der eigenen Einrichtung, sie wirkt damit auch vielfältig in Bremer Stadtteile ein. Die Jugendlichen qualifizieren sich, sodass sie Jugendforen im Stadtteil, wie das Viertelparlament für Kinder und Jugendliche, moderieren können. Sie führen selbstständig eigene politische Projekte z.B. gegen Rassismus und Ausgrenzung durch.
Sie treten in der Schule, im Fußballstadion oder in politischen Zusammenhängen für ihre Rechte ein und stellen so nicht selten auf unbequeme Art und Weise bestehende Hierarchien und Machtstrukturen in Frage.
(Info vom Jugendhaus Buchte)